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archi_fox

Anmeldedatum: 02.10.2008 Beiträge: 119
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Spielebericht: Starfox 64
Verfasst am: 02.10.2008, 16:56 |
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Starfox 64
An vielen Stellen erreichen die Special-FX in Starfox 64 mit all ihren bizarren Figuren schon Hollywood-Qualität. Jeder der 15 Hauptlevels bringt zumindest einen neuen, schockierenden Endgegner ans Tageslicht. Einige von ihnen mutieren während ihrer Angriffsphase oftmals ein. oder zweimal, bevor sie auf spektakuläre Weise zerfallen. Starfox 64 ist zukunftsweisend. Dagegen sehen ältere 32-Bit-Vorgänger reichlich erbärmlich aus. Nette Versuche waren es bisher, mehr kann man von den Klassikern nicht behaupten. Nintendo stellt mit Starfox 64 das Genre auf den Kopf. Zwar stehen hier die Erkundungsflüge und Taktiken, wie beispielsweise in 3DOs Starfighter oder dem unveröffentlichten Starfox 2, deutlich im Hintergrund, dafür hat Miyamoto für pures Arcade-Feeling gesorgt. Andere Ziele gab es nicht!
Wie auch beim Original, hat man in Starfox 64 zwei wählbare Kamera-Perspektiven: Cockpit und Verfolgeransicht. In der Cockpit-Ansicht wirkt das Geschehen zumindest schneller. Bei einer Konfrontation mit einem Endgegner wird automatisch auf die Verfolgeransicht umgeschaltet. Jene wirkt gegenüber der etwas unübersichtlich geratenen Cockpit. Ansicht auch nicht viel besser. Das grelle Leuchten der Triebwerke und die Größe des Raumschiffes an sich wirken ermüdend und versperren manchmal die Sicht auf ein Ziel. Auch in Starfox 64 gilt es vielerorts, sich durch enge Pässe hindurch zu schlängeln und im letzten Moment Objekten auszuweichen. An einigen Stellen öffnen und schließen sich Türen ohne Gnade. Spieler mit blitzartigen Reflexen werden eindeutig im Vorteil sein, andere... na ja... sprechen wir nicht darüber. In der Außenansicht wird diese Aufgabe zumindest einfacher sein, zudem der
Cursor hierbei deutlich bessere Zielerfassung bietet. Nichtsdestoweniger verdient Dein Arwing-Fighter einiges an Aufmerksamkeit: es ist ein außergewöhnliches Produkt hochmoderner Grafik-Technik.
Während der Zwischensequenzen fährt die Kamera zum Cockpit heran und Du kannst Fox McCloud beim Quasseln beobachten. Die aggressive, Dolch-ähnliche Form des Raum‑
gleiters sieht genauso beeindruckend aus, wie die raffinierten, feinen Texturen, die den Arwing-Fighter zu einem schönen Stück Hardware machen. Faszinierend, wie die Flügel des Arwings bei einer Konfrontation mit einem langsamen Endgegner nach vorne gleiten, um danach für einen Blitzstart zum nächsten Level wieder nach hinten zu schnellen. Für die Steuerung des Raumschiffes brauchst Du keine komplizierte Schalttafel oder irgendwelche verwirrenden Kontrollpults. Bei einer Beschleunigung leuchten die Triebwerke auf, beim Bremsvorgang öffnen sich die entsprechenden Luftbremsen am Gleiter. Nimm zu viel Schaden, vielleicht durch eine Kollision mit einem Gebäude, und ein ganzer Flügel verabschiedet sich plötzlich. Das beeinträchtigt die Steuerung des Flugobjekts natürlich erheblich. Aber sogar die Lasergeschütze unter den Flügeln können durch das Aufsammeln von Extras erweitert werden.
Im Gegensatz zum coolen Aussehen Deines Raumgleiters wirkt die Steuerung sogar noch um einiges besser. Mit dem Analog-Stick kontrollierst Du die Flugrichtung, 'A' feuert Laser ab und mit 'B' werden Nova-Bomben abgeworfen. Zwei der gelben Knöpfe bewirken entweder einen kraftvollen Antrieb oder einen plötzlichen Bremsvorgang. 'Z' und 'R' drehen den Arwing auf seine Seite und ein schneller Doppel-Knopfdruck läßt ihn durch die Luft rotieren. Ein Schild wird dabei schützend um den Gleiter gelegt.
WIE AUCH DA ORIGINAL-SPIEL, handelt es sich beim finalen Oberfuzzi um den antisozialen, bösen Herrscher Andross. Die affenähntiche Gestalt war einst ein geachteter Wissenschaftler, wurde aber wegen einiger gefährlicher Experimente in der Hauptstadt vom Planeten Corneria verbannt. Andross siedelte sich sofort auf dem Planeten Venom an, um dort an seinen Hochleistungs Triebwerken weiter zu arbeiten, die bald schon massive Flotten ins All senden konnten. General Pepper, der kommandierende Offizier des CorneriaAbwehrgeschwaders, erkannte sofort den Nutzen der Arwing-Fighter. Leider gab es keine Zeit mehr für Trainingsstunden, also mußten die Starfox-Abenteurer herhalten, unter der Anführung von Fox McCloud. Sie besiegten Andross, aber wie in jedem anderen Nintendo-Spiel auch, kehrte der Oberbösewicht später zurück Starfox 64 bietet einen in jeder Hinsicht erweiterten Plot, und die Story selbst wird im Spiel immer wieder weiter erzählt. Du schlüpfst natürlich in die Rolle von Fox McCioud. McCloud ist einer derjenigen Vierbeiner, die in manchen Teilen unseres Landes leider viel zu oft überfahren auf der Straße zu sehen sind: ein FuChs. Wieder mal trägt Fox Mcaoud die Verantwortung für das gesamte Projekt und steht für die Sicherheit seiner Kameraden gerade: Falco Lombardi ist ein vogelähnliches Wesen, das noch besser mit einem Raumgleiter umgehen kann, als der Staffelanführer. Leider wird Falco nach einem versehentlichen Beschuß sehr wütend und flippt dann völlig aus. Im Spiel stellt er eine gute Rückendeckung dar und ist bei der Suche nach versteckten Orten äußerst hilfreich. Peppy Hare ist, wie der Name schon sagt, ein Hase. Und im wahrsten Sinne des Wortes ein alter Hase, denn er war schon immer ein guter Freund von McCtouds Vater. Im Spiel selbst versorgt er Dich regelmäßig mit guten Ratschlägen und Hintergrundinformationen.
Slippy Toad ist eine richtige Comic-Figur. Auch in gefährlichen Situationen macht er immer wieder seine Scherze und bringt somit eine Prise Humor ins Spiel. Im Spiel verrät Slippy Dir den aktuellen Zustand deines Endgegners. Nimmt einer Deiner Wingmen zu viel Schaden, fällt er wegen Reparaturarbeiten im nächsten Level aus. Versuche aber immer, Deinen Kameraden in der Not beizustehen, denn sie erweisen oftmals als wichtige Spielhilfe.
Einer der am meist gefürchtesten Gegner sind die Staffeln der Alien-Fighter. Sobald diese aus dem Sonnenlicht auftauchen und sich mit. Anders als beim Original lädt der 'A'. Knopf den Laser auf, der zweite Zielcursor wird rot und visiert das nächste Objekt an. Als äußerst nützlich erweisen sich die Nova-Bomben beim Beschuß von schnellen Flugobjekten, denn diese lassen sich auch in der Luft auslösen. Antwortet mal ein Gegner mit seinen Laser-Salven, kann man mit ein bißchen Geschick wahre Luftakrobatik, wie beispielsweise einen Salto, vollführen. Wegen der erweiterten 3-D-Umgebung wurden die neuen integrierten Steuerungs Funktionen unumgänglich. In den meisten Levels durchfliegt der Spieler enge Korridore, in denen die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist. So wird eine dramatische Spannung aufgebaut, die den Spieler oftmals an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit bringt. Obwohl die Grafik noch schneller und ausgefeilter als jemals zuvor ist, hat die Umgebung förmlich ihr Eigenleben. Regelmäßig werden alternative Flugwege geboten und Dronen Staffeln greifen jetzt auch sowohl von vorne, als auch von hinten an. Meistens öffnet sich die Fluglandschaft in der Nähe eines Endgegners, zwecks ultimativer unglaublicher Vielfalt zu immer wieder neuen Formationen bilden, bedeutet dies für Fox McCloud großen Ärger. Mit ihrer unglaublich hohen künstlichen Intelligenz stellen sie eine echte Gefahr dar. Ihre gewöhnliche Taktik besteht darin, sich an das Heck eines Arwings zu hängen und diesen dann mit Laser-Schüssen zu zerstören. annehmen, daß ein Panzer keineswegs den Spielspaß eines Raumgleiters bieten kann, aber weit gefehlt! Die Steuerung ähnelt der des Schiffes ganz erheblich, lediglich 'R' und 'Z' dienen jetzt den Ausweichmanövern nach links oder rechts. Beide Knöpfe gleichzeitig gedrückt lassen den Panzer über Hindernisse oder an schwebende Power-Ups springen. Die Bedienung des Panzers macht ebenso viel Spaß
DIE MULTIPLAYER-OPTION IN STARFOX 64 IST OHNE ZWEIFEL EINE DER BESTEN. Bis zu vier Spieler können gleichzeitig über den Bildschirm fegen und sich dabei bekämpfen. Hierbei läßt sich
einstellen, ob innerhalb eines Zeitlimits gespielt werden soll oder bis zum bitteren Ende gekämpft wird, und nur einer siegreich aus der Schlacht hervorgeht. In einer dritten Option können Dronen ins Feld geschickt werden. Derjenige, der die meisten Dronen abgeschossen hat, gilt als Sieger. Natürlich bringt auch der Beschuß Deiner Mitstreiter Punkte. Egal, ob nun zwei, drei oder sogar vier Spieler in die Schlacht gehen, der Bildschirm wird immer in vier Zonen aufgeteilt. Wahrscheinlich liegt diesem Makel eine Grafik-Optimierung zugrunde. Es gibt zwei verschiedene Landschaften, in denen gegeneinander angetreten werden kann. Zum einen steht eine offene Landschaft mit einigen Hügeln und Gebäuden zur Auswahl. Zum anderen kann ein Weltraum-Schrottplatz angewählt werden, in dem es wegen der herumfliegenden Schrotteile so richtige zur Sache geht. Für genügend Spielraum wurde ebenfalls gesorgt. Und falls ein Raumschiff mal auf der einen Seite der Karte über die Begrenzung hinaus fliegt, erscheint er auf der anderen Seite wieder. So kann man seine Gegner jedenfalls nicht verlieren. Alle Feinde haben ihre eigenen Farb-Spezifikationen auf dem Radar, also mache Dich vor einem Match mit diesen vertraut, damit Du darüber informiert bleibst, wer Dir gerade das Leben zur Hölle macht. Die flexible Steuerung läßt auch im Multiplayer Modus zahlreiche Stunts zu. Seitliches Abdriften verwirrt Deine Gegner genauso leicht, wie ein gekonnter Looping. Die vertikale Flughöhe hält sich aber leider in Grenzen. Obwohl gleich vier Spieler auf einmal im Spiel möglich sind, bleibt die Geschwindigkeit der Grafik fast permanent flüssig und ein Ruckel-Scrolling ist fast völlig ausgeschlossen. Wie auch bei Mario Kart stellen die Luftkämpfe zwischen den Spielern eher ein kleines Extra dar, können aber vom Spielspaß her keineswegs an die Qualität der Haupt-Missionen herankommen.wie die des Raumgleiters, obwohl es oftmals sogar noch dramatischer zugeht, wenn man in seinem Gefährt zwischen den Beinen einer Kreatur hindurch fährt. Noch dramatischer wird es an Bord eines U-Boots in einem späteren Level. Starfox 64 spielt im wahrsten Sinne des Wortes zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Starfox 64 bietet mit absoluter Sicherheit die bisher eindrucks vollsten Grafiken der Super-Konsole. Solche genialen Effekte wie beispielsweise das Wasser in Wave Race bietet Starfox zuhauf. Weltraum. Schrottplätze, brodelnde Feuerplaneten, ozeanische Welten die Vielfalt ist richtungsweisend für alle zukünftigen Titel dieses Genres. Riesenhummer, die drohend hinter dem Panzer hinterherrennen, wirken für sich allein schon wie ein Endgegner und sogar wenn zwei von ihnen gleichzeitig zu sehen sind, wird das sanfte Scrolling in seiner Qualität nur wenig beeinträchtigt. Beim Testen von Starfox 64 sind uns hin und wieder wirklich die Kinnladen auf den Schreibtisch gefallen. Überall fliegen Fetzen, knallen einem die gewaltigsten Explosionen um die Ohren und die Geräuschkulisse paßt sich dem Feuerwerk ohne Gnade an. Manchmal sieht man den Flugweg vor lauter Steinblöcken nicht. Große Asteroiden, gigantische Schlachtschiffe und planetengroßer Schrott wirbeln ohne Pause durch den Weltraum.
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